Wer Hamburg hört, denkt an Hafen, Michel und Elbphilharmonie. Doch zwischen den Armen der Elbe verbirgt sich eine überraschend ländliche Welt aus Deichen, Marschwiesen, alten Dörfern und Tideauen. Mit dem Fahrrad entdecken wir Hamburgs unbekanntes Binnendelta – dort, wo Obstbäume und Schafweiden auf Containerbrücken treffen und die Millionenstadt plötzlich ganz weit weg scheint.
(Den detaillierten Reiseverlauf veröffentlichen wir im ersten Quartal 2027)
Die Elbe prägt Hamburg – und weit mehr als nur seinen Hafen. Rund ein Drittel des Stadtgebiets gehört zum Stromspaltungsgebiet mit seinen Inseln, Nebenarmen und Marschlandschaften. Von unserem festen Quartier auf Wilhelmsburg erkunden wir diese außergewöhnliche Wasserwelt sechs Tage lang mit dem Fahrrad.
Unsere Wege führen durch das Alte Land mit seinen Obstplantagen und Dörfern, entlang von Dove- und Gose-Elbe durch die Vier- und Marschlande bis zur Bunthäuser Spitze, wo sich die Elbe in Norder- und Süderelbe teilt. Wir erleben Tideauen und Deichlandschaften, bäuerliche Kultur und jahrhundertealten Hochwasserschutz – aber ebenso die industriellen Spuren einer Stadt, die sich immer weiter in ihr Delta hineingeschoben hat.
Gerade diese Kontraste machen die Reise besonders: In Finkenwerder treffen Obstanbau, Airbus und Elbe aufeinander, in Altenwerder erfahren wir, welchen Raum der moderne Containerhafen beansprucht, und auf Wilhelmsburg begegnen uns Hafenarbeitergeschichte, Einwanderung und Stadtentwicklung. Eine Barkassenfahrt eröffnet uns den Hafen von der Wasserseite.
Doch Hamburg wäre nicht Hamburg ohne einen Blick über das Delta hinaus. Wir radeln durch St. Pauli, Schanzenviertel und St. Georg, entlang von Alster und Elbe bis zur Elbphilharmonie und erleben in Blankenese den reizvollen Wechsel vom flachen Marschland zur Geest.
Zum Abschluss führt unsere Tour noch einmal hinaus in die Vier- und Marschlande. Mit dem Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme bekommt die Reise dabei auch eine nachdenkliche historische Perspektive, bevor wir unsere Fahrräder in Bergedorf ein letztes Mal durch eine überraschend kleinstädtische Seite Hamburgs lenken.

